Dr. Dagmar Grohe

Tierarztpraxis am Puchsbaumplatz

1100 Wien Favoriten

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Vogelfütterung im Winter

Vogelfütterung im Winter

Vögel füttern im Winter

Für Insektenfresser wie Amsel, Rotkehlchen oder Zaunkönig sollte Winterweichfutter (Futtermischung aus geriebenen Oblaten, Insektenschrot, angefetteten Haferflocken) eventuell mit getrockneten Beeren und geschnittenen Äpfeln am Boden (frei von Schnee und Nässe) angeboten werden.

Körnerfresser wie Spatzen und Finken mögen Streufutter aus verschiedenen Sämereien.

Für Meisen, Kleiber und Gimpel müssten Sonnenblumenkerne, etwas Hanf und Mohn sowie kleingeschnittene Nüsse dazu gemischt werden.

Die aus Rindertalg hergestellten Meisenringe und Meisen-Knödel eignen sich als kalorienreiches Futter für eine Reihe unserer kleinen Singvögel.

Ideale Futterhäuschen sollen vor Nässe und Schnee geschützt und so gebaut sein, dass die Vögel das Futter nicht durch Kot beschmutzen können (Infektionsgefahr)

Was darf nicht gefüttert werden?

Speisereste, Brot- und Kuchenbröseln frieren im Winter und werden von den Vögeln im gefrorenen Zustand aufgenommen.

Salz in menschlichen Speisen schadet den Vögeln ebenso.

Hunde im Winter

Hunde im Winter

Darmentzündung und Durchfall oder Mandelentzündung nach Schneefressen

Die meisten Hunde lieben den Winter und haben bei Schneefall genau so viel Spaß wie kleine Kinder.

Der Schnee birgt aber so manche Gefahr.

Durch die Kälte des Schnees kann der Hund eine Halsentzündung bekommen. Wenn die Mandeln mitbetroffen sind, zeigen Hunde Symptome wie Grasfressen oder, da sie im Winter kein frisches Gras finden, lecken sie über Böden, Teppiche oder fressen alle möglichen nicht unbedingt freßbare Dinge.

Husten oder Schnupfen bekommen Hunde genauso wie wir Menschen.

Bei einer Mandelentzündung sollte der Tierarzt aufgesucht werden, damit diese nicht chronisch wird oder sich die Entzündung auf das Herz schlagen kann. Neben einer Medikamentengabe können unterstützend Maßnahmen ergriffen werden:

Tauschen Sie das Halsband gegen ein Brustgeschirr.

Geben Sie dem Hund einen Schal.

Der Schnee ist kalt und kann mit Schadstoffen, wie Salz oder anderen Auftaumitteln, vermengt sein. Nicht nur durch Schneefressen sondern auch durch Belecken und Säubern der Pfoten nach einem Spaziegang bekommen manche Hunde eine Magendarmentzündung.

Erbrechen und Durchfall kann so massiv werden, dass die Gefahr von Austrocknung besteht. In so einem Fall muss der Tierarzt aufgesucht werden.

Tipps im Winter

Verhindern Sie das Aufnehmen von Schnee eventuell durch einen mit einem Strumpf abgedichten Maulkorb.

Lassen Sie den Hund nicht vorm Geschäft warten.

Begrenzen Sie zeitlich den Gartenaufenthalt des Hundes.

Verbieten Sie dem Hund das Schwimmen.

Kleine und alte Hunde mit Nieren-, Blasen-, Gelenks- oder Rückenproblemen, aber auch Hunde ohne Unterwolle sollten beim Gassigehen gegen Regen, Schnee und Kälte durch geeignete Mäntel geschützt werden.

Geräuschangst

Geräuschangst

Geräuschangst bei Hund und Katze (z.B. Silvester, Gewitter)

 

Wie erkenne ich, dass mein Hund/ meine Katze Angst vor Feuerwerk/Gewitter hat:

 

Hund:

Ohren anlegen

Starkes Hecheln und Sabbern

Zittern

Verstecken

Starkes Bellen

Unsauberkeit

Katze:

Zurückhaltendes Verhalten

Geringere Kontaktaufnahme

Verstecken

Harn- und Kratzmarkieren

Verändertes Fressverhalten

 

Managementmaßnahmen im Akutfall

Im Akutfall, Tiere, die unter Geräuschangst leiden, nie unbetreut lassen!

Souverän bleiben:

  • kein Mitleid
  • keine Sorge
  • keine Bestrafung

sondern

  • Ruhe
  • Freude

ausstrahlen!

 

Bei schweren Ängsten Beruhigungsmittel verwenden

Bitte fragen Sie rechtzeitig bei Ihrem Tierarzt (nicht erst am 31.12.)

 

Bei leichten Ängsten und als Zusatzmaßnahme:

  • Wohlfühlpheromone (Feliway, Adaptil)
  • Futter (Royal Canin Calm)… damit mindestens 21 Tage vorher beginnen
  • Futterzusätze (z.B. Zylkene, Cool down)…damit mindestens 14 Tage vorher beginnen
  • Präparate mit bewährten pflanzlichen Wirkstoffen (Baldrian, Melisse, Passiflora, Hopfen)

Geräuschabschottung:

  • Rückzugsorte für die Tiere zugänglich machen
  • Alle Fenster und Türen fest verschlossen halten
  • Fensterläden/Jalousien/Vorhänge verschließen

Vorbildfunktion beachten:

  • Trennung von Jungtieren von geräuschängstlichen Tieren, da die Angst überspringen könnte
  • nur 100%ig angstunempfindliche Tiere sollten Begleiter von geräuschängstlichen Tieren sein

Ablenkung mit

  • Musik
  • Fernsehen

Beschäftigung durch

  • attraktives Kaumaterial
  • mit Futter bestücktes Spielzeug
  • beliebte Übungen (d.h. mit viel Belohnung)
  • Denksportaufgaben
  • Suchspiele

Beschränkung des Freilaufs

  • Tiere beim Ausgang an der Leine führen, um unkontrolliertes Davonlaufen zu vermeiden
  • Halten Sie Katzenklappen verschlossen
  • Gehen Sie mit Ihrem Hund am Silvesterabend frühzeitig (eventuell bei Tageslicht) spazieren
  • Meiden Sie Parks
  • Spaziergänge kurzhalten, stattdessen zuhause das Tier mit Denksportaufgaben und Spielen beschäftigen

Vorbereitung und Vorbeugung:

  • Geräuschabschottung vor Akutfall üben, damit kein Misstrauen entsteht
  • Ruhiges Verhalten an einem Rückzugsort/Lieblingsplatz belohnen
  • Lautes Spielen z.B. mit Trockenfutter befüllten Hartplastikspielzeug fördern, da selbstausgelöste Geräusche keine Angst machen

Nie mit lauten Geräuschen (z.B. Schlüsseln) negativ bestärken, d. h. strafen

Kastration

Kastration

Kastration

 

Bei der Kastration des weiblichen Hundes überwiegen ganz entschieden die Vorteile gegenüber den Nachteilen, weshalb ich diesen Eingriff nach der ersten Läufigkeit empfehle.

Vorteile:

  • keine Läufigkeit mehr
  • Gefahr einer ungewollten Trächtigkeit ist nicht mehr gegeben
  • keine Scheinträchtigkeit
  • Wahrscheinlichkeit von Brustkrebs, bei der Hündin oft bösartig, minimiert
  • Keine Gebärmuttereiterung, die meist in fortgeschrittenem Alter des Tieres auftritt und tödlich endet, wenn sie übersehen und nicht notoperiert wird

Nachteile:

  • die Kastration kann zu einer Gewichtszunahme der Hündin führen, wenn der Besitzer nicht darauf achtet
  • große Hündinnen können unter Umständen inkontinent werden, wogegen es aber wirksame Medikamente gibt

 

Auch die Kastration eines Rüden hat mehr Vor- als Nachteile

  • kein Hodenkrebs
  • keine Prostataprobleme wie Vergrößerung, Zysten, Blut im Harn
  • Geringere Wahrscheinlichkeit von Vorhautkatarrh  (eitriger Ausfluß)
  • kein Circumanaldrüsenkrebs
  • keine Perinealhernie

Auch hier ist zu beachten, daß ein kastrierter Rüde leichter an Gewicht zunehmen kann, wenn der Besitzer nicht darauf achtet

 

Die Kastration einer weiblichen Katze

  • verhindert Rolligkeit, die oft in immer kürzer auftretenden Intervallen vorkommen kann und mit Streß für Tier und Besitzer einhergeht
  • verhindert ungewollte Trächtigkeiten
  • verringert Wahrscheinlichkeit von Brustkrebs, der bei der Kätzin meist bösartig ist
  • Keine Gebärmuttereiterung, die meist in fortgeschrittenem Alter des Tieres auftritt und tödlich endet, wenn sie übersehen und nicht notoperiert wird

 

Die Kastration eines Katers

  •  wird meist gewünscht, sobald er zu markieren und stinken beginnt
Wohnungskatzen

Wohnungskatzen

Wohnungskatzen

Wie beschäftige ich sie richtig…

 

Wie vermeide ich Stress und Verhaltensstörungen bei meiner Katze…
Eine Katze braucht Bewegung im richtigen Maß aber auf jeden Fall eine vernünftige Auslastung.

Aber Achtung: zu viel Hetzbewegung bedeutet Stress und Langeweile bedeutet Stress.
Die Folge von körperliche Überforderung kann Aggression sein.

Langeweile kann ein Fehlverhalten wie übertriebener Putztrieb verursachen, der zu kahlgeleckten Stellen vor allem am Bauch bis zu offenen Hautwunden führt. Oft kommt es durch maßloses Fressen zu Übergewicht und den daraus resultierenden Krankheiten, wie Leber- und Herzverfettung, Gelenksproblemen und Diabetes.
Um eine Wohnungskatze sinnvoll zu beschäftigen muss man nur überlegen, wie sich eine Katze in freier Wildbahn beschäftigt.

Beim Spielen möchte man das Mäusefangen imitieren:

Bei der echten Mäusejagd verbringt die Katze viel Zeit damit bewegungslos zu verharren und der Maus aufzulauern, dann gibt es einen Sprung und eine kurze Hetzjagd. Die Maus ist gefangen und die Katze spielt noch (für uns grausam anzusehen) mit der angeschlagenen Maus, ohne sich dabei besonders anzustrengen oder gar schnell zu laufen. Wenn die Katze genug hat vom Spielen, lässt sie die Maus tot liegen oder verspeist sie.
Beim Reizangelspiel, bei dem die Katze nur kurz gehetzt werden soll, auch einmal gewinnen und das Federspiel fangen darf und die Geschicklichkeit der Katze durch Hakenschlagen des „Beutetieres“ gefordert wird soll nicht übertrieben werden und nicht auf andere Bedürfnisse vergessen werden.

Fummelspiele gibt es im Handel zu kaufen oder können leicht gebastelt werden. In einen Schuhkarton leere WC-Papierrollen dicht nebeneinander kleben und Leckerlis rausfischen lassen.

Suchspiele sind ganz einfach. Das Trockenfutter muss nicht immer im Futternapf zu finden sein. Die Katze soll sich ruhig ein bisschen anstrengen und die Leckerchen in der ganzen Wohnung suchen müssen. Anfangs können die Leckerbissen stärker riechen und leicht zu finden sein. Der Schwierigkeitsgrad richtet sich dann nach der Lust der Katze ihr Futter aufzustöbern.

Denkspiele aus dem Handel kann man auch nachbauen. Hier soll die Katze durch Denken und Ausprobieren an das Objekt ihrer Begierde kommen.

 

Mit einer Kombination aus Fummeln, Suchen, Denken und hin und wieder Hetzten, ist die Katze ausgelastet, hat keinen Stress und ist rundum glücklich.