Katzen als Freigänger

Katzen als Freigänger

Ist Ihre Katze fit für den Freigang?

Katzen mit Freigang sind verschiedenen Bedrohungen ausgesetzt, die eine Wohnungskatze nicht kennt.  Infektionskrankheiten, Parasitenbefall und vieles mehr.

Soweit möglich sorgen Sie bitte vor:

 

Lassen Sie Ihren Liebling chippen und auch in einer Tierkennzeichnungsdatenbank eintragen. Wenn ein Tier verlorengeht und gefunden wird, kann über die Registrierung des Chips der Besitzer ausfindig gemacht werden.

Eine Alternative bzw. zusätzliche Sicherheit wäre ein Halsband mit Nummer. Dieses muss aber bei Belastung an einer sogenannten Sollbruchstelle reißen. Dadurch kann es aber verlorengehen und damit die Kennzeichnung des Tieres.

Es gibt einige Infektionskrankheiten, die von Katze zu Katze übertragen werden können aber wogegen es Impfungen gibt:

Gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen sind auch schon viele Wohnungskatzen geimpft.

Weiters gibt es die Feline Leukoseviruserkrankung, die bei Ausbruch der Krankheit tödlich verlaufen kann. Nach einem Schnelltest (ob das Virus nicht schon in der Katze schlummert), kann geimpft werden.

Auch gegen die FIP (Feline infektiöse Peritonitis), eine Krankheit, die bei Ausbruch tödlich endet, gibt es einen halbwegs sicheren Schutz.

Derzeit gibt es in Österreich zwar keine Tollwut, die Grenzen sind aber offen und es kann jederzeit ein tollwütiges Tier aus dem noch nicht tollwutfreien Ausland zu uns kommen.

Die Tollwut ist dann nicht nur für unsere freigehenden Haustiere, sondern auch für den Menschen eine Gefahr.

 

Durch Impfungen schützen wir unsere Tiere und sorgen dafür, dass die Krankheiten sich immer weniger ausbreiten.

Jede Impfung muss grundimmunisiert werden, d.h. im Abstand von 4 Wochen 2x impfen und dann noch einmal nach einem Jahr. Wie oft dann aufgefrischt werden muss, hängt vom Impfstoff ab.

 

Dann gibt es auch noch Parasiten, vor denen wir unsere Freigänger schützen oder von denen wir sie regelmäßig befreien müssen.

Prophylaxe bzw. Vorbeugung gibt es gegen Zecken und Flöhe meist in Form von Spot-Ons.

Würmer bekommen Katzen unter anderem, wenn sie Mäuse oder infizierte Insekten fressen. Hier kann man nicht vorbeugen, hier muss man immer wieder entwurmen (am besten alle 3 Monate)

Voraussetzung, dass ein Tier alleine ins Freie gelassen wird, ist die Kastration.

Wir wollen ja nicht, dass ein unkastrierter Kater unerwünschten Nachwuchs produziert, sich bei Revierkämpfen unnötig Verletzungen zuzieht, oder auf seiner Suche nach Sexualpartnern sich zu weit von zu Hause davonwagt und stark befahrene Straßen queren muss.

Unkastrierte Kätzinnen können 2 Mal im Jahr Junge nach Hause bringen. Die Tierheime sind voll….

 

Passen Sie die Ernährung an den veränderten Lebensstil der Katze an. Oft sind Katzen im Freien so aktiv, dass sie ganz ausgehungert nach Hause kommen und energiereicheres Futter brauchen. Andere wiederum versorgen sich in freier Wildbahn zur Genüge mit Essbarem. Hier sollten Sie die Katzen mit weniger aber mit besonderen Leckerbissen ans Haus binden.

Wichtig ist ein freier Zugang nach Hause. Es gibt alle möglichen Varianten von Katzenklappen, sogar solche, die durch einen Chip wirklich nur die eigene Katze einlassen.

Sichern Sie Ihren Garten. Vor allem Swimmingpools oder Biotope können zu Todesfallen werden, wenn es keine Ausstiegsmöglichkeiten gibt.

Wohnungskatzen

Wohnungskatzen

Wohnungskatzen

Wie beschäftige ich sie richtig…

 

Wie vermeide ich Stress und Verhaltensstörungen bei meiner Katze…
Eine Katze braucht Bewegung im richtigen Maß aber auf jeden Fall eine vernünftige Auslastung.

Aber Achtung: zu viel Hetzbewegung bedeutet Stress und Langeweile bedeutet Stress.
Die Folge von körperliche Überforderung kann Aggression sein.

Langeweile kann ein Fehlverhalten wie übertriebener Putztrieb verursachen, der zu kahlgeleckten Stellen vor allem am Bauch bis zu offenen Hautwunden führt. Oft kommt es durch maßloses Fressen zu Übergewicht und den daraus resultierenden Krankheiten, wie Leber- und Herzverfettung, Gelenksproblemen und Diabetes.
Um eine Wohnungskatze sinnvoll zu beschäftigen muss man nur überlegen, wie sich eine Katze in freier Wildbahn beschäftigt.

Beim Spielen möchte man das Mäusefangen imitieren:

Bei der echten Mäusejagd verbringt die Katze viel Zeit damit bewegungslos zu verharren und der Maus aufzulauern, dann gibt es einen Sprung und eine kurze Hetzjagd. Die Maus ist gefangen und die Katze spielt noch (für uns grausam anzusehen) mit der angeschlagenen Maus, ohne sich dabei besonders anzustrengen oder gar schnell zu laufen. Wenn die Katze genug hat vom Spielen, lässt sie die Maus tot liegen oder verspeist sie.
Beim Reizangelspiel, bei dem die Katze nur kurz gehetzt werden soll, auch einmal gewinnen und das Federspiel fangen darf und die Geschicklichkeit der Katze durch Hakenschlagen des „Beutetieres“ gefordert wird soll nicht übertrieben werden und nicht auf andere Bedürfnisse vergessen werden.

Fummelspiele gibt es im Handel zu kaufen oder können leicht gebastelt werden. In einen Schuhkarton leere WC-Papierrollen dicht nebeneinander kleben und Leckerlis rausfischen lassen.

Suchspiele sind ganz einfach. Das Trockenfutter muss nicht immer im Futternapf zu finden sein. Die Katze soll sich ruhig ein bisschen anstrengen und die Leckerchen in der ganzen Wohnung suchen müssen. Anfangs können die Leckerbissen stärker riechen und leicht zu finden sein. Der Schwierigkeitsgrad richtet sich dann nach der Lust der Katze ihr Futter aufzustöbern.

Denkspiele aus dem Handel kann man auch nachbauen. Hier soll die Katze durch Denken und Ausprobieren an das Objekt ihrer Begierde kommen.

 

Mit einer Kombination aus Fummeln, Suchen, Denken und hin und wieder Hetzten, ist die Katze ausgelastet, hat keinen Stress und ist rundum glücklich.

Hundeführschein

Hundeführschein

Das Wiener Tierhaltegesetz unterscheidet zwischen den „hundeführscheinpflichtigen“ Hunden (Listenhunden) und anderen Hunden.

Seit 1. Juli 2010 müssen alle Halter und Führer von folgenden Rassen den verpflichtenden Hundeführschein erwerben und beim Führen des Hundes mitführen.

  • Bullterrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Mastino Napoletano
  • Mastin Espanol
  • Fila Brasiliero
  • Mastiff
  • Bullmastiff
  • Tosa Inu
  • Pit Bull Terrier
  • Rottweiler
  • Dogo Argentino (Argentin. Mastiff)
  • und Mischlinge dieser Rassen

Verpflichteter Personenkreis

alle Halter und Verwahrer von „hundeführscheinpflichtigen“ Hunden
Die Person muss über 16 Jahre alt und zuverlässig sein (d.h. nicht einschlägig wegen Gewaltdelikten oder Tierquälerei vorbestraft).

Frist

Der Hundeführschein ist innerhalb von drei Monaten ab Beginn der Haltung zu absolvieren.
Der Hund muss mindestens sechs Monate alt sein.

Hunde, die kürzer als einen Monat in Wien verweilen, brauchen keinen Hundeführschein, müssen aber mit Maulkorb geführt werden.

Bis zum Erwerb des Hundeführscheins müssen „hundeführscheinpflichtige“ Hunde mit Maulkorb versehen sein.

Voraussetzungen zum Antritt

Der Hund muss gechippt sein.
Die Anmeldung zur Prüfung erfolgt beim Veterinäramt (MA 60) in der Karl-Farkas-Gasse 16 (Tel. 4000 8060).
Mitzubringen sind

  • Haftpflichtversicherungspolizze
  • Leumundszeugnis
  • Anmeldebestätigung des Hundes
  • Chipnummer

Versicherungen

Versicherungen

Ein Hund reißt sich los und läuft auf die Straße …

– ein Verkehrsunfall ist die Folge: hier kommt die ohnehin für den Hund verpflichtend abzuschließende Versicherung (Haftpflichtversicherung) für den Schaden auf.

Die Haftpflichtversicherung betreffend, wenden Sie sich am besten an Ihren Versicherungsvertreter (Haushaltsversicherung).

– ein Auto fährt den Hund an: für die Tierarztkosten (Operationen, Intensivbehandlungen,…) kann eine für den Hund freiwillig abgeschlossene Krankenversicherung herangezogen werden. Wenn Sie eine Krankenversicherungabschließen möchten, vergleichen Sie die Angebote (wie hoch ist die Prämie, was ist gedeckt, wie hoch ist der Selbstbehalt, wie lang ist die Kündigungsfrist, gibt es einen Mengenrabatt oder eine Treueprämie). Folgende Tierkrankenversicherer gibt es: Agila, Allianz, Helvetia, Zürich

Heimtierregister

Heimtierregister

Heimtierregister

Hunde, die vor 2008 gechippt und registriert wurden sind nicht automatisch im amtlichen Heimtierregister eingetragen.

Erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Magistrat, Ihrer Registrierungsstelle (Animaldata, Petcard, Ifta oder andere) oder beim Tierarzt.

Pflichten

Pflichten

Pflicht für alle Hundebesitzer in Wien

Chipregistrierung
Haftpflichtversicherung über eine Summe von € 725.000,–
Maulkorb- oder Leinen-Pflicht (Ausnahmen sind öffentliche Plätze und öffentliche Verkehrsmittel: hier gilt beides)
prinzipiell sind Tiere so zu verwahren, dass Dritte nicht gefährdet oder unzumutbar belästigt werden.