Tierarzt am Puchsbaumplatz 11/1 Favoriten 1100 Wien Dr. Dagmar Grohe

Aktuelles und Wissenswertes

Damit Weihnachten zu einem schönen Fest wird und nicht in einer Katastrophe endet sollten Tierbesitzer zu den Festtagen so manches  beachten….

 

Der Christbaum sollte gut stehen und eventuell befestigt sein, um Klettermaxeln daran zu hindern, den ganzen Baum umzustürzen.

Christbaumkugeln und sonstiger Christbaumschmuck sollten nicht zu tief hängen, verspielte Tatzen oder freudig wedelnde Schwänze könnten sie vom Baum schütteln.

Verzichten Sie gänzlich auf Lametta und achten Sie darauf, dass Geschenkschleifen sehr interessant sein können und beim Abschlucken zu Darmverschlüssen oder schweren Darmverletzungen führen können.

Wenn brennende Kerzen durch Led Kerzen ersetzt werden, sowohl am Christbaum als auch am Adventkranz, verbrennen sich unsere Lieblinge nicht an den Flammen.

Viele Weihnachtspflanzen wie Weihnachtsstern, Amaryllis, Mistelzweige und manche Nadelbäume enthalten giftige Stoffe, die zu Erbrechen, Durchfall, Krämpfen und Schlimmeres führen können.

 

Festtagsessen und Schokolade

Sie tun Ihrem Liebling nichts Gutes, wenn Sie Reste von gewürztem Essen geben oder splitternde Knochen verfüttern. Magenprobleme, Durchfall oder schlimmere Schäden an Magen- und Darmwand könnten die Folge sein.

Je dunkler die Schokolade ist, desto giftiger und  gefährlicher ist sie für unser Hunde.

 

Dann noch eine Bitte:

Schenken Sie zu Weihnachten keine Tiere, ohne vorher darüber nachgedacht zu haben, dass eine große Verantwortung dahinter steckt.

 

 Neuer Heimtierausweis

Seit 29.12.2014 gibt es einen neuen Heimtierausweis (HTA)

Ein bereits ausgestellter Heimtierausweis bleibt gültig !

Für das Ausstellen eines neuen HTAes beim Tierarzt:

– muss das Tier (Hund, Katze oder Frettchen) gechippt sein oder werden,

– müssen die Daten vom Tierhalter angegeben werden (bitte einen Lichtbildausweis mitbringen).

 

weitere Informationen mit diesem Link:

http://www.tieraerztekammer.at/fileadmin/daten/downloads/Heimtierausweis/Merkblatt_EU_HTA_0065.0033.pdf

 

Kaninchenimpfung im Frühling

Auch bei Kaninchen gibt es Schutzimpfungen:

Die Impfung gegen Myxomatose wird vor allem dann empfohlen, wenn die Kaninchen (auch wenn nur zeitweise) im Freien gehalten werden.

Die Impfung gegen RHD (Rabbit Hemorrhagic Disease) wird für Tiere in Zuchtbetrieben und solchen die viel Kontakt haben mit fremden Kaninchen, wie bei Ausstellungen, und auch bei Tieren, die im Freien gehalten werden, empfohlen.

 

MYXOMATOSE

  • ist eine Viruserkrankung der Kaninchen
  • wird über Stechmücken von Wild- auf Hauskaninchen übertragen
  • beginnt mit Rötungen und Schwellungen rund um Augen, Ohren und Genitalien
  • endet meist tödlich

RHD (Rhabit haemorrhagic desease)

  • ist eine Viruserkarankung der Kaninchen
  • wird vor allem durch Kontakt, ev. auch über Stechmücken übertragen
  • führt zu Atembeschwerden, Fieber und Blutungen
  • endet oft mit plötzlichem Tod

Ende Winter/ Anfang Frühling ist die beste Zeit Ihren Liebling impfen zu lassen.

 

Der neue Impfstoff  Nobivac Myxo RHD schützt Ihre Kaninchen nicht nur gegen Myxomatose, sondern auch gegen RHD (Rhabit haemorrhagic desease).

Da es einzelne Impfdosen gibt, brauchen wir keine Impftermine, wie in den Vorjahren.

Sie können mit Ihren Kaninchen zum jährlichen Check inclusive Impfung zu den Ordinationszeiten kommen:

 

Mo-Fr: 9-11 und 17-19 Uhr

(Ab Mai: Mo, Di, Mi: 9-11 und 17-19 Uhr ohne Terminvereinbarung

Do, Fr: ganztags nur mit Terminvereinbarung)

 

Hunde im Winter

Darmentzündung und Durchfall oder Mandelentzündung nach Schneefressen

 

Die meisten Hunde lieben den Winter und haben bei Schneefall genau so viel Spaß wie kleine Kinder.

Der Schnee birgt aber so manche Gefahr.

Durch die Kälte des Schnees kann der Hund eine Halsentzündung bekommen. Wenn die Mandeln mitbetroffen sind zeigen Hunde Symptome wie Grasfressen oder, da sie im Winter kein frisches Gras finden, lecken sie über Böden, Teppiche oder fressen alle möglichen nicht unbedingt freßbare Dinge.

Husten oder Schnupfen bekommen Hunde genauso wie wir Menschen.

Bei einer Mandelentzündung sollte der Tierarzt aufgesucht werden, damit diese nicht chronisch wird oder sich die Entzündung auf das Herz schlagen kann. Neben einer Antibiotikagabe können unterstützend Maßnahmen ergriffen werden:

Tauschen Sie das Halsband gegen ein Brustgeschirr.

Geben Sie dem Hund einen Schal.

Der Schnee ist kalt und kann mit Schadstoffen, wie Salz oder anderen Auftaumitteln, vermengt sein. Nicht nur durch Schneefressen sondern auch durch Belecken und Säubern der Pfoten nach einem Spaziegang bekommen manche Hunde eine Magendarmentzündung.

Erbrechen und Durchfall kann so massiv werden, dass die Gefahr von Austrocknung besteht. In so einem Fall muss der Tierarzt aufgesucht werden.

 

Tipps im Winter

Verhindern Sie das Aufnehmen von Schnee eventuell durch einen mit einem Strumpf abgedichten Maulkorb.

Lassen Sie den Hund nicht vorm Geschäft warten.

Begrenzen Sie zeitlich den Gartenaufenthalt des Hundes.

Verbieten Sie dem Hund das Schwimmen.

Kleine und alte Hunde mit Nieren-, Blasen-, Gelenks- oder Rückenproblemen, aber auch Hunde ohne Unterwolle sollten beim Gassigehen gegen Regen, Schnee und Kälte durch geeignete Mäntel geschützt werden.

Geräuschangst bei Hund und Katze ( z.B. Silvester, Gewitter)

 

Managementmaßnahmen im Akutfall

Tiere, die unter Geräuschangst leiden, im Akutfall nie unbetreut lassen!

Souverän bleiben:

  • kein Mitleid
  • keine Sorge

sondern

  • Ruhe
  • Freude

ausstrahlen!

 

Bei schweren Ängsten Beruhigungsmittel verwenden.

Bei leichten Ängsten und als Zusatzmaßnahme:

  • Wohlfühlpheromone (Feliway, Adaptil)
  • Futter (Royal Canin Calm)… damit mindestens 21 Tage vorher beginnen
  • Futterzusätze (z.B. Zylkene, Cool down)…damit mindestens 14 Tage vorher beginnen

 

Geräuschabschottung:

  • Rückzugsorte für die Tiere zugänglich machen
  • Alle Fenster und Türen fest verschlossen halten
  • Fensterläden/Jalousien/Vorhänge verschließen

 

Vorbildfunktion beachten:

  • Trennung von Jungtieren von geräuschängstlichen Tieren, da die Angst überspringen könnte
  • nur 100%ig angstunempfindliche Tiere sollten Begleiter von geräuschängstlichen Tieren sein

 

Ablenkung mit

  • Musik
  • Fernsehen

 

Beschäftigung durch

  • attraktives Kaumaterial
  • mit Futter bestücktes Spielzeug
  • beliebte Übungen (d.h. mit viel Belohnung)
  • Denksportaufgaben
  • Suchspiele

 

Beschränkung des Freilaufs

  • Tiere beim Ausgang an der Leine führen, um unkontrolliertes Davonlaufen zu vermeiden
  • Spaziergänge kurz halten, stattdessen zuhause das Tier mit Denksportaufgaben und Spielen beschäftigen

 

 

Vorbereitung und Vorbeugung:

  • Geräuschabschottung vor Akutfall üben, damit kein Misstrauen entsteht
  • Ruhiges Verhalten an einem Rückzugsort/Lieblingsplatz belohnen
  • Lautes Spielen z.B. mit Trockenfutter befüllten Hartplastikspielzeug fördern, da selbstausgelöste Geräusche keine Angst machen
  • Nie mit lauten Geräuschen (z.B. Schlüsseln) negativ bestärken, d. h. strafen

 

 

Hundeführschein

Das Wiener Tierhaltegesetz unterscheidet zwischen den „hundeführscheinpflichtigen“ Hunden (Listenhunden) und anderen Hunden.

Seit 1. Juli 2010 müssen alle Halter und Führer von folgenden Rassen den verpflichtenden Hundeführschein erwerben und beim Führen des Hundes mitführen.

  • Bullterrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Mastino Napoletano
  • Mastin Espanol
  • Fila Brasiliero
  • Mastiff
  • Bullmastiff
  • Tosa Inu
  • Pit Bull Terrier
  • Rottweiler
  • Dogo Argentino (Argentin. Mastiff)
  • und Mischlinge dieser Rassen

Verpflichteter Personenkreis

alle Halter und Verwahrer von „hundeführscheinpflichtigen“ Hunden
Die Person muss über 16 Jahre alt und zuverlässig sein (d.h. nicht einschlägig wegen Gewaltdelikten oder Tierquälerei vorbestraft).

Frist

Der Hundeführschein ist innerhalb von drei Monaten ab Beginn der Haltung zu absolvieren.
Der Hund muss mindestens sechs Monate alt sein.

Hunde, die kürzer als einen Monat in Wien verweilen, brauchen keinen Hundeführschein, müssen aber mit Maulkorb geführt werden.

Bis zum Erwerb des Hundeführscheins müssen „hundeführscheinpflichtige“ Hunde mit Maulkorb versehen sein.

Voraussetzungen zum Antritt

Der Hund muss gechippt sein.
Die Anmeldung zur Prüfung erfolgt beim Veterinäramt (MA 60) in der Karl-Farkas-Gasse 16 (Tel. 4000 8060).
Mitzubringen sind

  • Haftpflichtversicherungspolizze
  • Leumundszeugnis
  • Anmeldebestätigung des Hundes
  • Chipnummer

Pflicht für alle Hundebesitzer in Wien

Chipregistrierung
Haftpflichtversicherung über eine Summe von € 725.000,–
Maulkorb- oder Leinen-Pflicht (Ausnahmen sind öffentliche Plätze und öffentliche Verkehrsmittel: hier gilt beides)
prinzipiell sind Tiere so zu verwahren, dass Dritte nicht gefährdet oder unzumutbar belästigt werden.

 

Heimtierregister

 

Hunde, die vor 2008 gechippt und registriert wurden sind nicht automatisch im amtlichen Heimtierregister eingetragen.

Erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Magistrat, Ihrer Registrierungsstelle (Animaldata, Petcard, Ifta oder andere) oder beim Tierarzt.

 

Versicherungen

Ein Hund reißt sich los und läuft auf die Straße …

– ein Verkehrsunfall ist die Folge: hier kommt die ohnehin für den Hund verpflichtend abzuschließende Versicherung (Haftpflichtversicherung) für den Schaden auf.

DieHaftpflichtversicherung betreffend, wenden Sie sich am besten an Ihren Versicherungsvertreter (Haushaltsversicherung).
– ein Auto fährt den Hund an: für die Tierarztkosten (Operationen, Intensivbehandlungen,…) kann eine für den Hund freiwillig abgeschlossene Krankenversicherung herangezogen werden. Wenn Sie eine Krankenversicherung abschließen möchten, vergleichen Sie die Angebote (wie hoch ist die Prämie, was ist gedeckt, wie hoch ist der Selbstbehalt, wie lang ist die Kündigungsfrist, gibt es einen Mengenrabatt oder eine Treueprämie). Folgende Tierkrankenversicherer gibt es: Agila, Allianz, Helvetia, Zürich

 

 

Mein besonderes Anliegen – Das Alter

Das Alter ist keine Krankheit, sondern ein Lebensabschnitt, den nicht nur wir Menschen –  wünschenswerter Weise gesund – erleben möchten, sondern auch unsere Tiere.

 

Das Altern bringt naturgemäß mitunter so manche Schwierigkeiten mit sich, da sowohl der Bewegungsapparat als auch Organe wie Herz, Leber, Nieren und auch das Gehirn nicht mehr ganz so leistungsfähig sind.

Es sollte daher für uns selbstverständlich sein, uns auf diesen Lebensabschnitt einzustellen und ein bisschen zurückzuschalten: Die Spaziergänge mit dem Hund auf sein Tempo und seine Kräfte abzustimmen; darüber hinwegzuschauen, wenn es die Katze nicht mehr rechtzeitig auf das Kisterl schafft oder unser Liebling auf die Couch gehoben werden möchte.

 

Ein blindes oder taubes Tier wird sich mit seiner Einschränkung arrangieren und diese vielleicht sogar wettmachen. Wir sollten es ihm ermöglichen.
Wenn Tiere Schmerzen haben, kann man ihnen meistens recht gut medikamentell oder mit alternativen Methoden wie z. B. Akupunktur, Neuraltherapie, Kräutertherapie helfen. Natürlich gilt es nach bestmöglicher Abklärung zu beurteilen, ob das Tier ein lebenswertes Dasein führen kann oder ob die Schmerzen unerträglich sind.

 

Machen Sie sich bewusst,  dass auch bei Tieren eine Entscheidung über Leben und Tod nicht leichtfertig gefällt werden darf.
Natürlich brauchen alte Tiere mehr Pflege, aber möchten wir unserem Hund, Katze, Maus – Hase, Meerschweinchen,… nicht auch das angedeihen lassen, was wir auch für unser Lebensalter wünschen?

 

 

 

Mit dem Hund gut über den Sommer kommen…

 

Dazu folgende Tipps:

 

Da Hunde nur an den Ballen Schweißdrüsen haben, müssen sie die Körpertemperatur über das Hecheln regulieren. Dies ist mit einem hohen Wasserverlust verbunden.

Deswegen bitte immer genügend nicht eiskaltes Wasser anbieten. Im Sommer kann sich die Wasseraufnahme von 40-70ml pro kg Körpergewicht auf das Doppelte steigern.

 

Wichtig ist es, den Hund bei starker Hitze nicht zu überfordern

Mittagshitze meiden

Bewegung/Training in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen

Tiere nie alleine im geparkten Auto lassen

 

Die Folge von Überhitzung kann ein Hitzeschlag sein, erkennbar an

starkem Hecheln

beschleunigter Puls

trockene und gerötete Schleimhäute

Erbrechen und Durchfall

Benommenheit bis zur Bewusstlosigkeit

In diesem Fall

das Tier sofort in kühlere Umgebung bringen

die Körpertemperatur durch Abkühlen der Pfoten langsam senken

den Tierarzt aufsuchen (Infusionen können ein Nierenversagen vermeiden)

 

Um einen Sonnenbrand zu vermeiden sollten kurzhaarige bzw. frisch geschorene und nicht pigmentierte (weiße) Hund keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, oder wenn dies nicht vermeidbar ist, gefährdete Stellen (z.B. den Nasenrücken) mit einer Kindersonnencreme geschützt werden.

 

Zur Abkühlung lieben es viele Hunde entweder in einer eigenen Plastikbadewanne zu plantschen oder in Bächen, Flüssen oder Seen zu schwimmen.

Nach diesem Vergnügen sollten die Tiere zu Hause noch einmal abgeduscht werden, um eventuelle Krankheitserreger zu entfernen.

Außerdem sollten die Ohren kontrolliert werden, da Feuchtigkeit Nährboden für Keime bietet und es zu einer Ohrenentzündung kommen kann.

 

Bei großer Hitze verweigern manche Hunde das Fressen.

Kleinere häufigere Portionen zur kühleren Tageszeit können dabei Abhilfe schaffen.